Mittwoch, 16 November 2016 10:30

St. Michaels Höhle, Tropfsteinhöhle in Gibraltar

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Die St. Michael-Höhlen in Gibraltar liegen etwa 300 m über dem Meeresspiegel am südlichen Ende des Felsens von Gibraltar. Sie sind ein wunderbarer Anblick mit vielen wirklich beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten. Lange Zeit wurde geglaubt, dass die Höhlen bodenlos sind. Die Theorie besagt, dass es einmal eine etwa 15 Meilen lange unterirdische Verbindung zwischen Gibraltar und Afrika gab durch welche die Affen von Gibraltar - die einzige wilde Art von Affen in Europa - vor vielen Jahrhunderten ihren Weg auf den Felsen fanden. Die einzige andere plausible Erklärung für ihr Erscheinen in Europa wäre, dass sie von Matrosen auf ihren Reisen in Afrika gesammelt und eingeführt wurden.

 

St. Michael-Höhle in Gibraltar, Konzertsaal
St. Michael-Höhle in Gibraltar, Konzertsaal, Foto by Christoph Settgast

 

Die Höhlen sind bereits seit römischen Zeiten besucht worden, doch erst der heutige Besucher kann diese dank festen Wegen und Geländern gefahrlos betreten. Dennoch können die Pfade immernoch glatt und schlüpfrig sein, insofern ist es wichtig, gutes Schuhwerk zu tragen. Die Haupthöhle - einer Kathedrale ähnlich - ist ein beeindruckender Ort und wurde während des zweiten Weltkriegs umgebaut, um als Militärhospital genutzt zu werden. Heutzutage werden in der großen Höhle mit toller Akustik Konzerte abgehalten.

Die übrigen Höhlen bestehen aus verschiedenen Verbindungsdurchgängen mit einigen wirklich beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten. In der Vergangenheit konnte eine dieser großen Strukturen ihr eigenes Gewicht nicht mehr tragen und gab nach. Im Jahre 1792 entfernte ein neugieriger Besucher das oberen Ende der Struktur und legte somit das Innere der Stalagtiten frei, was uns heute einen wunderbaren Einblick in die geheime Geschichte dieser herrlichen Strukturen gibt. Es zeigt ganz deutlich - ähnlich wie bei einem Baum - in Ringen die Geschichte seines Wachstums: In Zeiten übermäßigen Regens ist sein Wachstum durch hellbraune Ringe und Flecken gekennzeichnet, die dunkleren Gebiete wurden in Zeiten von weniger Regen gebildet. Zwei dünne Linien einer krümeligen weißen Substanz bilden den interessantesten Teil der Struktur und könnten auf Eiszeiten hinweisen.

 

St. Michael-Höhle in Gibraltar, Stalagmiten und Stalagtiten
St. Michael-Höhle in Gibraltar, Stalagmiten und Stalagtiten, Foto by Gary Bembridge

 

Während die Höhlen für den Einsatz als Militärkrankenhaus vorbereitet wurden, legten die Sprengungen zur besseren Belüftung zahlreiche weitere Höhlen sowie einen unterirdischen See frei. Diese können allerdings nur nach vorheriger Absprache mit einem Führer besichtigt werden.

Am besten gelanden Sie mit der Seilbahn zu den Höhlen. Diese startet vom Parkplatz und fährt bis zum oberen Ende des Felsens. Von dort ist es ein kurzer Weg hinunter zu den St. Michael-Höhlen. Während des kurzen Spaziergangs haben Sie eine wunderbare Aussicht auf den Atlantik und das Mittelmeer und können natürlich viele der Gibraltar-Affen bewundern. Wenn Sie die Höhlen verlassen erreichen Sie nach kurzem Fußweg die Mittelstation der Seilbahn, an der Sie wieder in die Gondeln einsteigen können und bequem zum Fuße des Felsens gelangen. Weniger dynamische Personen können ein Taxi mieten. Der Fahrer bringt Sie gerne auf den Felsen, macht Stopps, um die Affen zu fotografieren und wartet vor den Höhlen auf Ihre Rückkehr.

 

Affe auf dem Felsen von Gibraltar
Affe auf dem Felsen von Gibraltar, Foto by Matthias Forster

 

Wie auch immer Sie auf den Felsen gelangen, ein Besuch der St. Michaels Höhlen und der tolle Ausblick vom Felsen von Gibraltar mit seinen Affen ist immer ein lohnenswerter Ausflug. Hier finden Sie weitere Informationen für Ihre Reise nach Gibraltar: Visit Gibraltar - The Official Gibraltar Tourist Board Website (Englisch)

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Stephan Römer

Stephan Römer ist Betreiber der Webseite www.aixclusive-reisen.de. Neben seiner Tätigkeit als Administrator schreibt er Beiträge für diesen Blog und kümmert sich um die Veröffentlichung der Reiseangebote.

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