Die St. Michael-Höhlen in Gibraltar liegen etwa 300 m über dem Meeresspiegel am südlichen Ende des Felsens von Gibraltar. Sie sind ein wunderbarer Anblick mit vielen wirklich beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten. Lange Zeit wurde geglaubt, dass die Höhlen bodenlos sind. Die Theorie besagt, dass es einmal eine etwa 15 Meilen lange unterirdische Verbindung zwischen Gibraltar und Afrika gab durch welche die Affen von Gibraltar - die einzige wilde Art von Affen in Europa - vor vielen Jahrhunderten ihren Weg auf den Felsen fanden. Die einzige andere plausible Erklärung für ihr Erscheinen in Europa wäre, dass sie von Matrosen auf ihren Reisen in Afrika gesammelt und eingeführt wurden.

Die Höhlen sind bereits seit römischen Zeiten besucht worden, doch erst der heutige Besucher kann diese dank festen Wegen und Geländern gefahrlos betreten. Dennoch können die Pfade immernoch glatt und schlüpfrig sein, insofern ist es wichtig, gutes Schuhwerk zu tragen. Die Haupthöhle - einer Kathedrale ähnlich - ist ein beeindruckender Ort und wurde während des zweiten Weltkriegs umgebaut, um als Militärhospital genutzt zu werden. Heutzutage werden in der großen Höhle mit toller Akustik Konzerte abgehalten.

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